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Die Schülerinnen Medea Jackowski und Isabel Wagner (Jahrgang EF) haben den ersten Platz beim Kunstwettbewerb „Kultur:Frühling“ im Kunstmuseum Bochum gefördert durch den Lions-Club Bochum Ruhr gewonnen. Der erste Platz wird mit einem Preisgeld von 300€ honoriert. Im Anschluss an die Preisverleihung am 03.03. können das Gewinnerkunstwerk und zwei weitere Projekte unserer Schülerinnen und Schüler noch bis zum 23.03. im Kunstmuseum Bochum betrachtet und bewundert werden.

Der Kunstkurs EF-KU-G3 hat unter der Leitung von Frau Hüls am Kunstwettbewerb „Kultur:Frühling“ teilgenommen und dazu drei Kunstwerke eingereicht. Dabei haben sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den beiden Begriffen „Kultur“ und „Frühling“ auseinandergesetzt und diese Themen ganz individuell künstlerisch umgesetzt.

„Frühlingserwachen“ von Medea Jackowski und Isabel Wagner

Das Projekt umfasst und vereint die Themen „Kultur“ und „Frühling“. Es trägt den Werktitel „Frühlingserwachen“, da die Schmetterlinge in den Himmel empor steigen, was das Erwachen symbolisiert und betont. Das Projekt soll die Welt über die Jahreszeit „Frühling“ miteinander vereinen, weshalb alle Kontinente durch die Fäden miteinander verbunden sind. Die Schmetterlinge sind ein Symbol für Freiheit und einen Neuanfang. Sie sollen uns zeigen, dass wir uns aus den alten Fängen des Winters jedes Jahr erneut befreien und einen Neuanfang wagen sollen. Außerdem gelten sie auch für die Unsterblichkeit, was gut zu dem Frühling passt, da die Blumen und Bäume jedes Jahr aufs Neue zur Frühlingszeit erwachen. Da das Himmelszelt spitzt nach oben geht und nicht komplett geschlossen ist, sondern den Blick auf die Erde erlaubt, soll es eine Erweckung im Prozess zeigen. Der zarte Umbruch vom kommenden Frühling wird durch die dezenten Pastellfarben als Übergang vom Weiß des Winters zu einem frischen Grün verdeutlicht und unterstrichen.

 

"Bochums Blume" von Lea Dombek, Gaye Kaya und Ganimenur Kilic

Das Kunstwerk trägt den Titel „Bochums Blume“ und entstand im Rahmen des Themas „Kultur:Frühling“. Die Plastik zeigt zwei Hände, die durch ihre Haltung eine sich leicht schließende Blume darstellen. Das Motiv Blume ist dabei ein Verweis auf das Thema „Frühling“. Die leicht geschlossene Ausrichtung dient dem Schutz des kulturellen Aspekts. Die Kultur wird nämlich durch die von Kohle verschmutzten Hände veranschaulicht, denn sie soll die Kultur der Bochumer zeigen, da der Bergbau in den früheren Jahren quasi „die Blume von Bochum“ war, also sehr bekannt und verbreitet.
Die Kohle, die durch die Blume, also durch die etwas geschlossenen Finger, gehalten und geschützt wird, steht also für die „abgeschlossene“, aber irgendwie noch beschützte Geschichte des Bergbaus. Der Dreck bzw. die Kohlereste an den Händen, besonders an Nägeln und Innenflächen, der kaputte Nagel sowie das Pflaster und der Verband symbolisieren die schwere, dreckige und auch gefährliche Arbeit im Bergbau.


"Ein Funken Leben unter Tage" von Nali Basergan, Jonas Jacob, Nils Niederhagemann und Gustav Zeschky

Das Projekt trägt den Titel „Ein Funken Leben unter Tage“. Dabei wurde die alte Bergbaukultur, welche das Ruhrgebiet stark geprägt hat, mit einem Stückchen Frühling, symbolisiert durch die Blumen, die für den Frühling stehen, kombiniert.
Für den Bergbau steht der typische Bergmannshelm, der aus Ton modelliert wurde. Da der aktive Bergbau immer mehr an Bedeutung verliert durch den Wechsel zu anderen Rohstoffen und erneuerbaren Energien, ist der Helm dreckig, veraltet und in einem gebrauchten Zustand. Genau aus diesem Alten und Aufgebrauchten soll ein Stück Hoffnung wachsen. Aus diesem Grund wächst eine typische Frühlingsblume aus den Rissen der Plastik heraus.
Den Helm modellierten wir mit Ton mit Hilfe von Messern usw. formten wir diesen in einer so kaputten Form. Als generelle Vorlage diente uns ein Fahrradhelm, welchen wir nachher einfach aus dem Helm lösten. Mit Kohlestiften und Moos, wie auch dem Podest auf diesem die Plastik steht, sollte das „Alte“ in der Kultur dargestellt werden.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. März 2018 um 14:41 Uhr